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Argumente - Begründungen - Feststellungen  
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1. Regionale Solidarität  
1.1. Die regionale Solidarität macht die Region stärker und konkurrenzfähiger

• Solidarität führt dazu, dass sich die Einwohner nicht nur mit ihrer Gemeinde, ihrem Gemeindeteil, sondern mit der ganzen Region verbunden fühlen;
• die Region sichert eine neue Identität, die sich auch nach Aussen äussert und die Region attraktiv macht.

1.2. Regionale Solidarität setzt Spielregeln voraus

• die Region hat die gleichen Chancen zur Nutzung der Infrastruktur;
• die Leistungen an die gemeinsame Infrastruktur werden von allen getragen;
• die Rechte in der Region werden demokratisch gesichert
• die Eigenart der Gemeindeteile muss geachtet und gefördert werden;
• die Steuerbelastung ist koordiniert.

   
2. Regionaler Nutzen  
2.1. Die Ausbildung eines zentralen Ortes, der Mittellandstadt Sursee, ist unabdinglich

• die Luzerner Landschaft erhält ein starkes Gemeinwesen, das als regionales Zentrum dienen kann;
• die Region erhält im innerkantonalen Wettbewerb vermehrtes Gewicht;
• die Region kann sich im interkantonalen Wettbewerb besser positionieren;
• der einheitliche Auftritt ist und wirkt kraftvoll.

2.2. Die Mittellandstadt Sursee erzeugt positive Wirkung für die Entwicklung und Stärkung der Luzerner Landschaft

• die weiter gefasst Region kann über die Mittellandstadt stärker werden;
• die Mittellandstadt kann kompetent für die Luzerner Landschaft eintreten und sich für deren Interessen Einsetzen;
• die Mittellandstadt kann gezieltes Standortmarketing für die Region durchführen;

2.3. Die bedürfnisgerechte Verwirklichung der öffentlichen Infrastruktur wird einfacher

• die Region an ist einer bedürfnisgerechten und weitsichtig geplanten Infrastruktur interessiert ist;
• die Region wird eigenständig und von den Initiativen des heutigen Zentrums unabhängig

   
3. Demokratische Organisation  
3.1. Durch zeitgemässe Strukturen können die Rechte der Einwohner gesichert und gestärkt werden

• die Einwohner, ein Einwohnerrat, starke Kommissionen und Kompetente Exekutiven mit ihren Rechten sorgen für eine tragfähige demokratische Basis ;
• die Auswahl der Behörden erfolgt aus einem grösseren Kreis, was die Qualität der Gremien fördert.

3.2. Der Gemeindename geht verloren - wird aber örtlich weiter leben

• es gibt eine territorial neu umschriebene Gemeinde;
• diese Gemeinde trägt einen neuen Namen;
• die eingemeindeten Gemeinden tragen ihren bisherigen Namen als Zusatz (Gemeindeteil)

3.3. Für die politischen Parteien ergeben sich Herausforderungen die ihren Einflussbereich stärken und ausdehnen werden

• die politischen Parteien sind Vereine, ihr rechtlicher Bestand wird durch die Fusion nicht tangiert – sie können sich aber strukturell anpassen;
• die politischen Parteien werden sich aber den neuen Aufgaben und Herausforderungen stellen müssen;
• die politischen Parteien können in einem grösseren Gebiet kreativer werden.
.

3.4. Auch die Kommissionen werden in ihrem Aufgaben und Einflussbereich eine Stärkung erfahren!

• die Kommissionen werden dem neuen Gemeindeterritorium entsprechend neu gestaltet und zusammengesetzt werden;
• ihr Aufgabenbereich wird entsprechend geändert und angepasst;
• die Interessen der Gemeindeteile müssen berücksichtigt werden.

3.5. Die Zukunft der Gemeindeversammlung

• auch ohne Fusion ist die Zukunft der Gemeindeversammlung in der heutigen Form nicht gesichert, weil leider nur noch ein kleiner Kreis der Stimmberechtigten teilnimmt;
• demokratische Strukturen entwickeln sich und es ist wahrscheinlich, dass der Einwohnerrat die Gemeindeversammlung ablösen wird.

3.6. Ein Gemeindeparlament schränkt die demokratischen Rechte der Einwohner nicht ein

• auch bei einem Gemeindeparlament sind die demokratischen Rechte der Einwohner gesichert;
• die Einwohner haben ein Wahlrecht und ein abschliessendes Mitbestimmungsrecht zu Beschlüssen des Parlamentes;
• die Einwohner haben die direkte Einflussrechte, sei dies in Form von Referenden und Initiativen.

   
4. Verwaltung / Organisation  

4.1. Konzentration der öffentlichen Verwaltung

• damit der ökonomische Vorteil greifen kann, ist es unablässig, die öffentliche Verwaltung im Wesentlichen auf einen Standort zu konzentrieren;
• bereits heute werden Dienste, wie zum Beispiel das Zivilstandsamt, die gerichtlichen Instanzen usw. zentral gewährleistet.
.

4.2. Strassennamen

• Strassennamen müssen bereinigt werden, wenn Doppelspurigkeiten vorkommen.
• positive Erfahrungen kennen bereits fusionierte Gemeinde.

4.3. Entwicklung der öffentlichen Verwaltung

• es muss das Bestreben sein, für die Dienstleistungen an den Einwohner fachlich kompetente Mitarbeiter einzusetzen;
• die Mitarbeiter müssen objektiv und unabhängig sein;
• die Gemeindeteile müssen mit attraktiven Angeboten der Verwaltung bedient werden.


   
5. Finanzen / Steuern  
5.1. Steuersätze

• die Steuersätze werden angeglichen und zwar in der Regel an die jener Gemeinde, die den tiefsten Steuersatz besitzt;
• der Ausgleich des Kantons erfolgt für 5 Jahre. Nach dieser Frist soll der tiefere Steuersatz durch eigene Bemühungen der fusionierten Gemeinde gesichert werden
• die Fusion führt zu einer optimalen Grösse und damit auch zu Steuersatzvorteilen.

5.2. Hohe Schuldenlast im regionalen Zentrum Sursee

• Sursee übernimmt oft grosse Investitionen damit auch die Bedürfnisse der Einwohner der Region befriedigt werden können;
• dies führt zu einem höheren Fremdkreditbedürfnis;
• den höheren Schulden stehen indessen grössere Sachwerte mit generationenübergreifender Bedeutung gegenüber.

 
6. Raumordnung
6.1. Die Raumordnung erfährt mit der Fusion eine Aufwertung

• die verschiedenen Nutzungen können optimaler erfolgen;
• nicht jede Gemeinde muss alle Nutzungsmöglichkeiten offerieren können;
• die fusionierte Gemeinde kann die Nutzungsbedürfnisse so legen, dass sich die Nutzungen nicht konkurrenzieren und behindern.

6.2. Die verkehrsgerechte Erschliessung der Region

• diese wird koordiniert, sinnvoll geplant und verwirklicht;
• nicht nur die Interesse des zentralen Ortes, sondern jene der Region sind gesichert;
• öffentlicher und privater Verkehr können optimiert werden.

 
7. Soziales / Gesellschaft / Kultur
7.1. Zukunft der Vereine bei einer Fusion

• die Selbständigkeit der Vereine wird nicht angetastet;
• den Vereinen bieten sich aber auch Chancen in der Zusammenarbeit und der Nutzung von Einrichtungen im Zentrum.

7.2. Kleinregionale Eigenständigkeiten

• kleinregionale Eigenständigkeiten können bestehen bleiben;
• kleinregionale Eigenständigkeiten sollen sogar gepflegt und gefördert werden.

 
8. Wirtschaft  
8.1. Vorteile für die Wirtschaft

• die Wirtschaft kann sich auf einfache Verwaltungsstrukturen stützen;
• sie kann auf einen grösseren Einfluss der Region auf die kantonale Politik zählen;
• sie kann darauf zählen, dass ihre Bedürfnisse zeitgerechter umgesetzt werden können.

8.2. Vorteile für den regionalen Tourismus

• die regionale Solidarität kann auch für den Tourismus vorteilhaft sind;
• die Vorteile, vor allem im Bereiche des sanften Tourismus können von einem grösseren Gemeinwesen auch zielgerichteter gefördert werden.

 
9. Vorgehen
9.1. Vorstellung zum Vorgehen

• offene Information ist wichtig;
• offener Meinungsaustausch und Zusammenarbeit mit Einwohnern ist unabdinglich;
• Etappenweises Vorgehen kann zweckmässig sein;
• Mindestgrösse der neuen Mittellandstadt muss angestrebt werden.
• Nachhaltigkeit nicht ausser Acht lassen.

 
 
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